Migrantische Perspektiven
Im Rahmen des Projekts „Freundschaft, Partnerschaft und Familie“ trafen sich junge Männer und Frauen unterschiedlicher Herkunft und mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus in einem von Migrantas durchgeführten Workshop. Ihre Gedanken und Gefühle zu den Themen Familie, Beziehung, Liebe und Zukunft drückten sie in einfachen Zeichnungen aus, deren zentrale Motive von Migrantas grafisch-künstlerisch in Piktogramme umgesetzt wurden.

Manche haben es schwerer und andere haben es leichter, in einer anderen Gesellschaft, in einem neuen Land zurechtzukommen. Es hängt von vielen unterschiedlichen sozialen, ökonomischen und individuellen Umständen ab. Es ist wie der Bau eines Hauses, angefangen vom Fundament und Stockwerk für Stockwerk nach oben. Dennoch hat der Prozess kein Ende, man setzt sich neue Ziele, das „Geschafft” bleibt unerreichbar. Kommunikation durch Sprache und Bildung werden von jungen Menschen als grundlegende Bausteine für jeden Fortschritt gesehen. Allerdings sollen Willensstärke und mühevoller Einsatz auch einen „fruchtbaren Boden” finden, um sich entwickeln und voranschreiten zu können. Man braucht Unterstützung, Anerkennung und Akzeptanz. Man braucht das Gefühl, zu einem Ort, einer Gesellschaft dazuzugehören.
Kinder und Jugendliche haben oft keine Filter, sie sagen direkt was sie denken. Das kann schmerzen, wenn diese Offenheit mit rassistischen Vorurteilen gegen andere Kinder gerichtet ist. Wenn die Hautfarbe immer beeinflusst, wie man wahrgenommen wird. Das prägt die persönliche Entwicklung und ändert sich auch nicht mit den Jahren. Die Schmerzen darüber, nicht akzeptiert zu werden, bleiben im Erwachsenenalter, auch weil die Kommentare nun von Erwachsenen kommen. Auch die Macht der Medien ist nicht zu unterschätzen: Wie über welche Themen berichtet und kommentiert wird, beeinflusst die eigene und gesellschaftliche Wahrnehmung und hat Auswirkungen auf den Umgang miteinander.
Je vielfältiger das Umfeld, in dem man lebt und aufwächst, desto weiter sind die Horizonte die man hat. Alle Erfahrungen prägen. Integration entsteht aus dem Zusammenleben, aus gegenseitigem Lernen. Integration lebt vom Austausch zwischen Kulturen und Sichtweisen und ohne, dass eine „Leitkultur“ bemüht wird. Vielfalt gilt als Synonym für Demokratie im Alltagsleben: Jede*r soll seinen/ihren Platz haben. Vor allem Bildung ist für junge Menschen der wichtigste Ausgangspunkt für eine gleichberechtigte Gesellschaft, in der Integration nicht Anpassung an die sogenannten „Einheimischen» bedeutet, sondern wechselseitig stattfindet.
Oft sind Menschen mit angeblich „sichtbarem” Migrationshintergrund in Deutschland mit der Frage „Wo kommst du her?” konfrontiert, selbst, wenn sie hier geboren wurden. Jede*r setzt sich mit der Suche nach der eigenen Identität auseinander, es ist ein lebenslanger Prozess. Folglich lässt sich die Frage „Wer bin ich?” nicht immer leicht beantworten. Umso schwieriger wird es, wenn man ständig mit diesem „Wo kommst du her?“ konfrontiert wird, als ob es etwas zu beweisen gelte – man fühlt sich gespalten, wenn man zwei Kulturen angehört. Und der Zwang der Gesellschaft, alles und jede*n in Kategorien einzuordnen, kennt keine Grenzen: Auch im Herkunftsland nehmen die Menschen das „Anders sein“ nicht wahr, nicht als eine der vielen Facetten ein und derselben Person. Aber wer bestimmt, dass man sich für nur eine Identität entscheiden muss? Die junge Generation löst die Diskussion mit einer schlichten und befreienden Feststellung: Ich bin beides! Keine Kultur ist von Einflüssen anderer Kulturen isoliert, wir leben in transkulturellen Gesellschaften, jeder Teil leistet einen bereichernden Beitrag zum Ganzen.
Eine Beziehung auf Augenhöhe, in der beide Partner*innen in der Lage sind, für einander da zu sein und gleichzeitig der anderen Person Raum für die eigene Entfaltung zu lassen, erfordert vor allem Respekt. Es geht in beide Richtungen, man gibt und man nimmt – ständig. Man wünscht sich eine*n Partner*in, die Meinungen, Glauben und die Lebenseinstellung der anderen Person akzeptiert und unterstützt, die die Interessen, Erfahrungen und das Alltagsleben teilt. Sowohl junge Frauen als auch junge Männer haben über dieses Bedürfnis gesprochen: ein Zeichen, dass die neuen Generation die Liebe als wichtigen Bestandteil des Lebens schätzt, dagegen die traditionellen weiblichen und männlichen Rollenmuster in Frage stellt. Beide Partner*innen sind gleichberechtigt.
Die Familie wird von der jungen Generation als Ort der Liebe, der gegenseitigen und generationenübergreifenden Unterstützung in guten und schwierigen Zeiten, des Glücks und der Sicherheit gesehen. Vorbild sind oft die eigene Familie, vor allem die Eltern. Ein Haus, eine Familie zu haben zu der man immer zurückkehren kann, ist ein konkreter Wunsch von jungen Frauen und auch von Männern. Viele wünschen sich Kinder, andere lassen diesen Aspekt offen und gehen mit offenem Herzen in die Welt hinaus – bis die Zeit reif ist. Das Gefühl des Zusammenhaltens hat man auch gegenüber jenen, die nicht in der direkten Umgebung leben und nicht den Alltag teilen können. Tatsächlich sind es vor allem die Familien von Menschen mit Migrationshintergrund, die weit voneinander entfernt leben, und man vermisst Großeltern, Geschwister oder andere Familienmitglieder. Trotz Distanz fühlt man sich im Geiste und in der gegenseitigen Unterstützung vereint.

Was die Zukunft bringt, ist ungewiss. Wie jeder Mensch, so wünschen sich diese jungen Leute ein gutes Leben mit Gesundheit, guten Chancen und hoffnungsvollen Perspektiven, sowohl für sich persönlich als auch für alle anderen. So stehen Frieden, ein gutes Schulsystem und faire Jobs auf der Wunschliste. Arbeiten können, die eigenen Träume verwirklichen und den eigenen Weg selbst finden, erfolgreich sein, die Welt sehen und verstehen und der Mensch sein und bleiben zu können, der man ist, sich immer Zeit für Wichtiges nehmen, wie für Familie und Freunde – das sind die Wünsche. Junge Menschen wollen bewusst leben und authentisch sein, mit sich selbst und innerhalb der Gesellschaft. Das Leben ist wie ein Glas, das gefüllt werden kann, womit und für wie lange auch immer – Den einen vorgegebenen Weg gibt es nicht. Es gilt das Motto: immer offenen Auges und mit ausgebreiteten Armen in die Zukunft gehen.

Freundschaft hat für junge Menschen einen wichtigen Stellenwert und wird mindestens so hoch geschätzt wie Familie und Partnerschaft. Gleichzeitig kann Freundschaft zerbrechlich sein und muss deshalb gepflegt werden. Freund*innen sind überall auf der ganzen Welt verteilt, oder sie stammen aus vielen Ecken der Erde. Im vielfältigen Berlin leben unterschiedliche Menschen, und das sieht die junge Generation überaus positiv. Der Freundeskreis, vor allem in der Schulzeit, ist sehr divers und man nimmt die Personen, die Freunde*innen wahr, für das was sie sind und nicht, woher sie kommen. Auch bei diesen Freundschaftsbeziehungen spielt Respekt eine wichtige Rolle, denn alle sind gleichwertig.
Eines der grundlegenden Menschenrechte (Art. 23 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte) ist nicht immer selbstverständlich und es herrschen auf dem Arbeitsmarkt große Ungleichheiten. Junge Menschen träumen davon, ihre Ziele, auch ihren Berufswunsch, zu verwirklichen, davon, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden und selbst mitzugestalten. Allerdings sind junge muslimisch Frauen oft mit latenter oder offener Diskriminierung wegen ihres Aussehens konfrontiert, und fühlen sich aufgrund ihres Glaubens benachteiligt. Sie wünschen sich eine offene und respektvolle Gesellschaft, in der sie die Freiheit haben zu entscheiden, ob sie ein Kopftuch tragen oder nicht, und in der sie diese Entscheidung nicht dem Arbeitgeber überlassen müssen. Nicht Kleider machen Leute, sondern es zählen Wille und Schaffensdrang. Sie wünschen sich, in einer Gesellschaft zu leben, in der unterschiedliche Religionen und Weltanschauungen gleichberechtigte Bestandteile des Zusammenlebens sind.

ÜBER DAS PROJEKT

Wie erleben junge Menschen mit Migrationshintergrund emotionale Bindungen mit Familie und Freund*innen? Was suchen sie in (Liebes-)Partner*innenschaften und wie stellen sie sich auf eine Beziehung ein? Was für eine Rolle spielen diese Werte in ihrem Leben? Welche Wünsche und Vorstellungen haben sie für ihre Zukunft?
Am 4. Dezember 2019 trafen sich 14 junge Männer und Frauen zwischen 17 und 29 Jahren unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichem Aufenthaltsstatus in einem Workshop – Deutschland-Ghana-Seychelles, Afghanistan, Jemen, Ghana, Deutschland-Senegal, Russland, Deutschland-Türkei, Kongo-Frankreich, Isle of Man, Deutschland-Tunesien. Unter der Leitung von Migrantas tauschten sie sich zu den Themen Familie, Liebe, Beziehung und Zukunft aus und drückten ihre Gedanken und Gefühle in einfachen Zeichnungen aus. Es entstanden 54 Zeichnungen aus denen Migrantas 9 Piktogramme entwickelte. In dieser visuellen und zugänglichen Sprache wurden die Kernbotschaften der jungen Workshopsteilnehmer*innen künstlerisch-grafisch verdichtet.
Die Projektergebnisse – Zeichnungen und Piktogramme – sind auf dieser Webseite zu sehen und werden in den Räumlichkeiten des Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung e.V. (DeZIM) ausgestellt. Die begleitenden Texte zu den jeweiligen Themenbereichen ergaben sich aus den Gesprächen mit den Workshopsteilnehmer*innen und deren Erklärungen zu den angefertigten Zeichnungen. Zudem werden 6 ausgewählte Piktogramme auf Postkarten, Tragetaschen und Aufkleber zur kostenlosen Mitnahme gedruckt und im öffentlichen Raum Berlins verbreitet.
Der Workshop, die Ausstellung (inklusive Mitnahme Materialien) wie auch die Website – www.MigrantischePerspektiven.org – sind Teile des DeZIM-Forschungsprojektes „Freundschaft, Partnerschaft und Familie – Normative Vorstellungen junger Männer und Frauen mit Migrationserfahrung“, das vom 1.10.2018 bis zum 31.12.2020 läuft. www.dezim-institut.de

PROJEKTPARTNER

Migrantas | eine visuelle Sprache der Migration

Im Stadtraum mittels Piktogrammen sichtbar zu machen, was Menschen mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus und mit verschiedenen kulturellen und sozialen Hintergründen über Migration, Identität, Zusammenleben und interkulturellen Dialog denken – das ist das Ziel von Migrantas. In seinen zahlreichen Projekten bedient sich Migrantas der Werkzeuge der Kunst, des Designs und der Sozialwissenschaften. Die Gründerinnen des Kollektivs, selbst nach Deutschland eingewandert, konzipieren ihre Arbeit partizipativ mit Teilnehmer*innen in Workshops, verdichten Zeichnungen grafisch-künstlerisch zu Piktogrammen und verbreiten sie öffentlichkeitswirksam im Stadtraum.
www.migrantas.org

Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM)

Das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) wurde 2017 gegründet. Es forscht zu Integration und Migration sowie zu Konsens und Konflikt, zu gesellschaftlicher Teilhabe und zu Rassismus. Das DeZIM stützt sich auf zwei Säulen: das DeZIM-Institut und die DeZIM-Forschungsgemeinschaft. Das DeZIM-Institut hat seinen Sitz in Berlin-Mitte.

Das DeZIM will die Integrations- und Migrationsforschung in Deutschland stärken und international sichtbarer machen. Es arbeitet mit anderen universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammen. Das DeZIM will in Politik, Zivilgesellschaft und Medien wirken und dazu beitragen, die Diskurse um die Themen Integration, Migration, Diskriminierung und Rassismus zu versachlichen. Es berät Vertreter*innen von Politik, Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft zu diesen Themen.
www.dezim-institut.de

IMPRESSUM

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Vorsitzende: Martin Iannaccone

Stellvertretender: C.M. Nijensohn

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Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg

Registernummer: VR 34406 B

Sigmaringer Strasse 1 – 10713 Berlin – Raum 409

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Vor Veröffentlichung von Text und Abbildungen ist an migrantas ein Kontrollauszug oder eine Kontrolldatei zur Druck- oder Veröffentlichungsfreigabe zu schicken. Die von migrantas zur Verfügung gestellten Piktogramme sind Projektergebnisse, deren Aussagen samt Grafik, Text und Farbe, auch Hintergrundfarbe, eine Einheit bilden. Sie sind grafisch nicht zu verändern, weder textlich, darstellend noch farblich.

 

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